Medical Training

Medical Training – Cooporative Care

Medical Training/Cooporative Care ist faszinierend. Es gibt Tieren einfach die Chance mitzureden, wenn an ihnen etwas gemacht wird. Eigentlich logisch, denn wie gruselig ist die Vorstellung, dass fremde Menschen Dich anfassen und Du noch nicht einmal weißt warum und was gleich als nächstes passiert und im blödesten Fall tut es auch weh. Kein Wunder, dass das Tier das nächste Mal sicherlich alles tun wird, um die „Behandlung“ zu verhindern. Aber auch vermeintlich einfache Routinesachen, wie z. B. Aufhalftern beim Pferd oder Geschirr anlegen beim Hund, kann manchmal eine Herausfoderung sein und die Beziehung zu deiner Fellnase belasten.
Doch das geht auch anders und im besten Falle haben dann alle Beteiligten zukünftig viel weniger Angst vor Tierarztbesuchen oder ähnlichem.

Was genau ist Medical Training?

Beim Medical Training werden gezielt medizinische oder auch pflegende Maßnahmen geübt. Das Spannende daran ist, dass das Tier dabei ein Mitspracherecht hat. Das Mitspracherecht wird durch ein Kooperationssignal ermöglicht, d. h. das Tier kann dem Menschen gezielt mitteilen „Du kannst jetzt starten“ oder auch „Stop – ich brauche eine Pause“. Denn oft ist nicht die Behandlung selbst das Problem, sondern der Kontrollverlust, der dahinter steht. Neben dem Kooperationssignal spielen auch gezielte Trainingsroutinen und Ankündigungen von Maßnahmen eine große Rolle im Medical Training.

Ursprünglich kommt das Training aus dem Zootiertraining. Es gibt sehr beeindruckende Videos von Blutabnahmen bei Tigern, die komplett ohne Sedation erfolgt, nur mithilfe von Medical Training. Wenn das bei einem Wildtier geht, dann kriegen wir das doch mit unseren Pferden und Hunden auch hin, oder? 🙂

Beispiele für pflegende Maßnahmen:

Beispiel für medizinische Maßnahmen:

Krallenschneiden

Impfen / Injektionen

Bürsten (v. a. beim Hund)

Wurmkur verabreichen

Scheren uws.

Augentropfen eingeben usw.